Immobilienmarkt-Prognose 2026: Was Verkäufer und Käufer erwarten können

Stand: Januar 2026. Neuere Zahlen stehen im Marktbericht für das erste Quartal 2026.
Nach einigen unruhigen Jahren erwarten die meisten Prognosen für 2026 moderat steigende Preise.
Hinweis: Prognosen sind Einschätzungen. Die tatsächliche Entwicklung kann davon abweichen.
Preisentwicklung 2026: moderates Wachstum erwartet
Kaufpreise und Mieten in Deutschland dürften weiter steigen, aber langsamer als in den Jahren niedriger Zinsen.
Warum die Preise weiter steigen könnten
- Anhaltender Wohnraummangel: In Deutschland werden weiterhin weniger neue Wohnungen gebaut, als gebraucht werden.
- Stabile Nachfrage in den Großstädten: Ballungsräume wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt sind trotz hoher Preise weiter gefragt.
- Nachfrage nach hochwertigen Immobilien: Energieeffiziente und gut angebundene Immobilien sind besonders gefragt und können sich im Preis überdurchschnittlich entwickeln.
- Möblierte Wohnungen: Sie gewinnen wegen ihrer Flexibilität an Bedeutung. Weil sie meist teurer vermietet werden als unmöblierte, wirkt sich das auf das Mietniveau aus. Mehr dazu im Beitrag Möbliertes Wohnen im Trend.
Was das für Verkäufer und Käufer heißt
Für Verkäufer
- Gute Verkaufschancen: Vor allem dort, wo die Nachfrage das Angebot übersteigt, etwa in beliebten Stadtteilen, bleiben die Chancen für einen Verkauf gut.
- Energieeffizienz als Wertfaktor: Immobilien mit guter energetischer Ausstattung werden stärker nachgefragt und erzielen häufig höhere Preise.
Für Käufer
- Besser planbare Zinsen: Die Bauzinsen liegen weiterhin über ihren historischen Tiefständen. Die stabileren Rahmenbedingungen geben Kaufinteressenten aber mehr Planungssicherheit.
- Weiter steigende Preise bei Bestandsimmobilien: Wegen des anhaltenden Wohnraummangels, vor allem in innerstädtischen Lagen, wird weiterhin mit moderat steigenden Preisen gerechnet.
- Energieeffizienz: Bei steigenden Energiekosten können energieeffiziente Immobilien für Käufer attraktiver werden.
Regionale Unterschiede
Auch wenn die Preise bundesweit eher steigen, bleibt die Lage der entscheidende Faktor. Besonders in den Ballungsräumen wird eine anhaltend hohe Nachfrage bei steigenden Preisen erwartet.
- Berlin: hohe Nachfrage in vielen beliebten Kiezen und zentralen Lagen, weiterhin hohes Preisniveau.
- Hamburg: stabiler Markt mit gleichbleibendem Interesse an Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern.
- München und Frankfurt: teure Standorte mit überdurchschnittlicher Preisentwicklung.
- Weitere Städte und aufstrebende Regionen: je nach Nachfrage vor Ort stärkere Schwankungen, teilweise auch überdurchschnittliche Zuwächse.
- Dörfer und ländliche Lagen: Auch hier wird ein Preisanstieg erwartet, wenn auch ein geringerer als in den Städten. Gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur werden dabei wichtiger.
Mieten und Zinsen
- Mieten: Während die Kaufpreise moderat steigen, wird bei den Mieten ein ähnlicher oder etwas stärkerer Anstieg erwartet, vor allem in beliebten Städten und zunehmend auch im Umland.
- Zinsen: Die zuletzt stabilen Leitzinsen der EZB stützen tendenziell die Nachfrage nach Immobilien.
Zusammengefasst
Die meisten Prognosen erwarten für 2026:
- moderat steigende Preise für Wohnimmobilien
- weder einen Einbruch noch einen neuen Boom
- eine anhaltend hohe Nachfrage in gefragten Lagen
- weiter steigende Mieten
Für Eigentümer, die verkaufen wollen, zählt die Entwicklung im eigenen Stadtteil mehr als der Bundesdurchschnitt. Unsere kostenlose Bewertung rechnet deshalb mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen aus Ihrer Nachbarschaft.
Für Käufer empfiehlt sich auch 2026 eine langfristige Perspektive.