Immobilienmarktbericht Q1 2026: Stabile Zinsen, moderat steigende Preise

Stand: März 2026. Die Erwartungen zu Jahresbeginn stehen in unserer Prognose für 2026.
Am deutschen Immobilienmarkt scheint die Talsohle durchschritten. Im ersten Quartal 2026 hat sich die Lage weiter stabilisiert. Nach der deutlichen Korrektur der vergangenen Jahre steigen die Preise wieder moderat.
Ein Hauptgrund dafür sind die Bauzinsen, die sich eingependelt haben. Die meisten Prognosen erwarten vorerst stabile Sätze mit geringen Schwankungen. Käufer und Investoren können damit wieder mit festen Zahlen rechnen. In der Branche ist von einer „neuen Normalität“ die Rede, bei der sich der Markt auf Bauzinsen von 3,5 bis 4,0 % eingestellt hat.
Hinweis: Die Zahlen in diesem Bericht sind bundesweite Durchschnittswerte. Über eine einzelne Immobilie sagen sie wenig, dort zählen vor allem Lage und Zustand.
1. Die Preise im Überblick
Wohnimmobilien sind bundesweit gegenüber dem ersten Quartal 2025 im Schnitt um 1,6 bis 3,5 % teurer geworden. Je nach Objektart fällt der Anstieg unterschiedlich aus:
- Eigentumswohnungen: Der Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 2.703 €/m², 2,4 % mehr als im ersten Quartal 2025. In gefragten Lagen wie München werden deutlich höhere Preise von über 7.800 €/m² aufgerufen.
- Einfamilienhäuser: Ein Haus kostet im Schnitt etwa 3.197 €/m², ein Plus von 1,6 % gegenüber dem ersten Quartal 2025. In den besten Lagen sind Preise und Anstieg höher.
- Neubauten: Hohe Baukosten und strenge energetische Auflagen treiben hier die Preise. Mit über 3 % ist der Anstieg bei Neubauten am stärksten.
2. Energieeffizienz als Preisfaktor
Im ersten Quartal 2026 gehen die Preise je nach Energieeffizienz weiter auseinander. Die Energiekosten bleiben ein wichtiger Posten im Haushalt, deshalb schlägt sich der energetische Zustand direkt im Preis nieder:
- Sanierte Objekte und Neubauten: Sie sind gefragt, weil ihre Nebenkosten planbar sind. Ihre Preise sind um 5 bis 8 % gestiegen.
- Unsanierte Altbauten: Sie stehen unter Druck. Wegen der EU-Gebäuderichtlinie und möglicher Sanierungspflichten stagnieren die Preise, in wenig gefragten Lagen können sie sogar leicht sinken.
3. Regionale Unterschiede
Wie stark die Preise steigen, hängt weiterhin von der Lage ab:
- Großstädte: In Hamburg, Berlin oder München sind die Preise im ersten Quartal 2026 zum Teil um mehr als 4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
- Umland der Großstädte: Die Regionen um die Ballungszentren profitieren weiter vom Zuzug und legen um bis zu 3 % zu.
- Ländliche Regionen: Das Bild ist gemischt. Hochwertige Immobilien legen leicht zu, für unsanierte Objekte müssen Verkäufer oft Abschläge hinnehmen. Im Durchschnitt stagnieren die Preise.
Ausblick für Käufer und Investoren
Es wird weiterhin weniger gebaut, als gebraucht wird und als politisch angestrebt ist. Der Wohnraummangel stützt deshalb die Preise, voraussichtlich auch langfristig. Wegen der nach wie vor höheren Zinsen steigen die Preise derzeit nur moderat, den Prognosen zufolge aber auch in den folgenden Quartalen 2026. Die stabileren Zinsen machen den Kauf planbarer, und am Markt wird wieder mehr gekauft und verkauft.
Für Ihre eigene Immobilie rechnen wir in einer kostenlosen Bewertung mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen aus Ihrer Nachbarschaft.