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Immobilienmarktbericht Q1 2026: Stabiles Zinsniveau treibt Immobilienpreise moderat nach oben

Die Talsohle am deutschen Immobilienmarkt scheint durchschritten. Im ersten Quartal 2026 (Q1 2026) hat sich die Lage weiter stabilisiert. Nach der deutlichen Korrekturphase der vergangenen Jahre zeigt der Preistrend nun wieder eine moderate Aufwärtsbewegung.

Ein Hauptgrund für diese Erholung: Die Bauzinsen haben sich eingependelt. Experten prognostizieren vorerst stabile Sätze mit nur minimalen Schwankungen. Diese neue Planbarkeit sorgt dafür, dass Käufer und Investoren wieder mit festen Zahlen kalkulieren können. In Branchenkreisen spricht man bereits von einer „neuen Normalität“, bei der sich das Marktniveau auf ein Zinsumfeld zwischen 3,5 % und 4,0 % eingestellt hat.

1. Aktuelle Preisentwicklung im Überblick

Die bundesweiten Preise für Wohnimmobilien sind im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2025) um durchschnittlich 1,6 % bis 3,5 % gestiegen. Dabei zeigen sich je nach Objekttyp deutliche Unterschiede:

  • Eigentumswohnungen: Der bundesweite Durchschnitt liegt aktuell bei ca. 2.703 €/m² (+2,4 % zu Q1 2025), was einen deutlichen Anstiegt zum Vorjahr bedeutet. In begehrten Lagen wie München werden jedoch deutlich höhere Werte von über 7.800 €/m² aufgerufen.
  • Einfamilienhäuser: Ein durchschnittliches Haus kostet derzeit etwa 3.197 €/m², was einem Zuwachs von +1,6 % (zu Q1 2025) entspricht. Auch hier werden in Top-Lagen deutlich höhere Preise und ein höherer Anstieg verzeichnet.
  • Neubauimmobilien: Aufgrund hoher Baukosten und strenger energetischer Auflagen verzeichnet der Neubau mit über 3 % den stärksten Preisanstieg.

2. Der „Energie-Filter“: Nachhaltigkeit als Preistreiber

Ein markanter Trend in Q1 2026 ist die zunehmende Marktspreizung basierend auf der Energieeffizienz. Da die Energiekosten ein zentraler Faktor der Haushaltsplanung bleiben, spiegelt sich der energetische Zustand direkt in den Preisen wider:

  • Sanierte Objekte & Neubauten: Diese gelten als „sicherer Hafen“. Dank hoher Nachfrage nach planbaren Nebenkosten erzielen sie Preissteigerungen von 5 % bis 8 %.
  • Unsanierte Altbauten: Diese Immobilien stehen unter Druck. Die EU-Gebäuderichtlinie und potenzielle Sanierungspflichten führen dazu, dass die Preise hier stagnieren oder in wenig gefragten Lagen sogar leicht sinken können.

3. Regionale Unterschiede: Metropolen vs. ländlicher Raum

Die Dynamik am Immobilienmarkt bleibt stark von der Lage abhängig:

  • Top-Metropolen (A-Städte): Städte wie Hamburg, Berlin oder München verzeichnen in Q1 2026 starke Preissteigerungen von teilweise über 4 % im Vorjahresvergleich.
  • Speckgürtel: Die Regionen um die Ballungszentren profitieren weiterhin vom Zuzug und verzeichnen solide Zuwächse von bis zu 3 %.
  • Ländliche Regionen: Hier ist das Bild gemischt. Während hochwertige Immobilien leichte Gewinne verzeichnen, müssen Verkäufer von unsanierten Objekten oft Preisabschläge hinnehmen. Im Durchschnitt stagnieren die Preise hier. 

Fazit für Käufer & Investoren: Fokus auf Wertstabilität

Da der Wohnungsneubau weiterhin hinter dem Bedarf und Zielen zurückbleibt, stützt der massive Wohnraummangel die Preise – voraussichtlich auch langfristig. Die Preissteigerung bleibt derzeit aufgrund der nach wie vor höheren Zinsen zwar noch überschaubar, setzt sich aber gemäß Prognosen auch in den folgenden Quartalen von 2026 fort. Die „neue Normalität“ sorgt für Planbarkeit und neben steigenden Preisen auch für wieder steigende Aktivität am Immobilienmarkt.